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Guten Tag! - ein Zirkeltraining

SeTA Eigenproduktion

Regie / Konzept: Marlin de Haan
Bühne / Kostüm: Jörg Zysik
Choreographie: Sylvia De Rosa
Produktionsleitung: Holm Gottschling
Inszenierung 2010 - Projekt 2

Theater pur, Februar 2011
„Mit dem Blindenstock als Takt- und Musikinstrument tanzen die Senioren ein amüsantes kleines Orientierungs-Ballett. „Ein Zirkeltraining" heißt die Auffuhrung im ironischen Untertitel: In hübschen kleinen Choreographien ironisieren die Schauspieler ihren Alltag, erfinden eine kleine, mit zunehmender Erfahrung im Tempo rascher werdende Einkaufs- und Kassenklingel-Musik im Supermarkt. (...) Die positive Denkweise der Akteure auf der Bühne ist es, die überzeugt - und die ihnen das Leben erleichtert. „Ich wünsche mir vieles, aber dazu gehört nicht, jemand anders zu sein", sagt Ute Heinrich einmal trotzig."

http://www.artactmagazine.ro/because-we-can.html, 10.01.2011
"The great quality of the Performance Guten Tag! lies in the tone of discourse: detached and, at the same time, careful at the nuances of each actor's involvement, without any pathetic note and full of humour."

WZ, 10.1.2011
"Im Verlauf des Stücks erhält das Publikum immer besseren Zugang in die Gefühlswelt der Darsteller. Die Hürden rücken in den Hintergrund, der Mensch gerät ins Scheinwerferlicht."

 


„Essensverteilung auf dem Teller."
„Sie stellen sich den Teller als Zifferblatt vor."
„Und legen die Speisen immer auf die gleichen "Zeiten"."
„Fleisch z.B. sollte auf 6 Uhr liegen."
„Weil sie es da am besten schneiden können."

„Ich bin gern unter Menschen, kann mich aber gleichzeitig ganz in mich zurückziehen. Ich bin unbequem kritisch, langmütig und wahrheitsliebend, aber mitunter gehe ich unbequemen Entscheidungen aus dem Weg.
Mit zunehmendem Alter erlaube ich mir, gegenüber Menschen, die mir nicht liegen, einen offensichtlichen Abstand einzuhalten, das verschafft mir den Freiraum, mich nicht mehr verbiegen zu müssen, aber mein Alltag verläuft ganz normal, ohne Dramatik, völlig unspektakulär. Die Ungereimtheiten sind meistens nur unauffällige Randerscheinungen, durch Worte sichtbar gemacht."

„Ich bin mit meinem Körper und Erscheinungsbild bis auf meine Augen soweit zufrieden. Meine Augen haben mich vor langer Zeit in Stich gelassen, denn sie haben mich aus der visuellen Welt ausgeschlossen. Inzwischen habe ich mich mit der Situation arrangiert, aber sie nicht akzeptiert."

„Ich träume von Pferden, deren Schultern mir bis zur Nase reichen. Sie haben helles glattes Fell und stehen dicht um mich herum, so dicht, dass ich ihre warmen Körper an mir fühle, ihre weichen Nüstern berühren und ihren Geruch einatmen kann. Von einer weiten Ebene, an deren Horizont ein Wald beginnt. Und noch während ich das denke, kann ich plötzlich einzelne Bäume, ja Blätter erkennen. Das kann nicht sein! Ich bin blind! Aber ich sehe es ganz genau. Und ich finds toll!"

„Meine Hobbys sind mein Garten und Lenkdrachenfliegen, dabei erlangte ich besondere Fähigkeiten, die mit drei Europameistertiteln belohnt wurden. Mein Herzblut gehört jedoch dem Theaterspiel."

„Ich bin begierig darauf, die Welt aus den Angeln zu heben. Wie ein antiker Gott über die Erde zu fliegen. Wie ein Herkules die Probleme zu stemmen."

Fotos: Božica Babić