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(Gestaltung: Christiane Mayer)      

Krankheit der Jugend

von Ferdinand Bruckner

Regie: Marlin de Haan
Bühne, Kostüm: Jörg Zysik
Choreographie: Sylvia De Rosa
Produktionsleitung: Holm Gottschling
Inszenierung 2006

Ferdinand Bruckner (1891 - 1958)
Dramatiker und Lyriker, Gründer des Renaissancetheaters Berlin.















NRZ, 27.10.2006

„Weiß gekleidet begeben sich die älteren Herrschaften auf die weiß bespannte Bühne von Jörg Zysik, rezitieren, flanieren und tanzen, treten auch frisch und munter in die Pedale eines Trimmrads. Begeistert lassen sich die 23 Ensemblemitglieder auf das Spiel ein: und die „Krankheit der Jugend“ scheint so zur „Freude des Alters“ zu werden.“


"...und dir sagen du bist hinreißend und dich in den Arm nehmen wenn du ängstlich bist und dich halten wenns wehtut und schmelzen wenn du lächelst..." (Buizzy & Dizzy)


1.Akt

Adi:
Wie mir Gert auf dem Bild zulächelt -
Creszenz: Ihnen zulächelt? Das ist ja garnicht Herr Gert
Adi: Sag ihr, dass du es bist.
Gert: Dass ich wer bin?
Adi: Das Bild im falschen Boot auf der Festwiese,
wo wir so schön rudern, du, ich und Foss.
Creszenz: Der hat ein ganz anderes Gesicht.

 

2.Akt

Marie: Ich will dich und ihn nie wiedersehen. Ich hasse deinen ganzen Schwindel. Deine Güte, deine Hilfsbereitschaft - alles Schwindel. Du willst nur deine Macht spielen lassen. Mich kriegst du nicht unter.
Irene: Du nimmst dir ja doch das Leben.


Kudelka: Loslassen, oder ich schreie.
Ernestine: Schrei nur. Wie oft war er bei dir?
Kudelka:  Willst du mich erwürgen?
Ernestine:  Sag die Wahrheit, dann gebe ich dich frei.
Kudelka: Gar nicht.
Ernestine:  Dann bitte ich um Entschuldigung.
Kudelka: Sie sind aber ein Trampel.
Jurastudentinnen:
"Hier hat ein junger Mensch aus Leidenschaft gefehlt - aber mit einem so ehrlichen, offenen Gesicht, dass derjenige vielleicht selbst ein Verbrechen beginge, der diesen jungen Menschen einen Verbrecher nennt."
3. Akt

Freder:  Ich mache dir einen Heiratsantrag, Marie.
Marie:  Idiot.
Desiree:  Er macht dir einen ernsten Heiratsantrag.
Freder:  Durchaus ernst. Man muss im richtigen Augenblick verbürgerlichen. Ich will versorgt sein. Ich arbeite nicht gern. Also ergänzen wir uns. Da wir uns seit drei Tagen duzen, ist die Heirat nur eine Formsache.
Fotos: Birgit Hupfeld