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Der Meteor

von  Friedrich Dürrenmatt

Wolfgang Schwitter, ein Nobelpreisträger wird im Krankenhaus für tot erklärt, doch zu seiner Verzweiflung ist er immer noch lebendig. Entnervt sucht er sein altes Atelier auf, um wenigstens dort in Ruhe sterben zu können, doch er wird immer wieder von gestört. So kommt z.B. sein Sohn vorbei und fordert sein Erbe, seine Frau und sein Verleger suchen nach einer Erklärung für die „Auferstehung“ und auch der Pfarrer spürt ihn in seinem alten Atelier auf, um erneut für ihn zu beten. Er möchte seine Ruhe haben und baut das Zimmer um, ändert das Licht, bestellt alkoholische Getränke zur Erleichterung des Vorganges. Während Schwitter immer lebendiger erscheint, sterben die Menschen um ihn herum. Der Pfarrer z.B. entschläft auf dem Bett, seine Frau nimmt sich das Leben und ein weiterer Besucher stürzt die Treppe herunter. Die Verhältnisse scheinen vertauscht, weil Schwitter unbedingt sterben möchte und es nicht kann, während den anderen, die leben wollen, immer wieder Tödliches zustößt. Wolfgang Schwitter fordert für sich ein würdevolles Ableben, doch sein Umfeld gönnt es ihm nicht, weil es seine eigenen Interessen in den Vordergrund stellt. Er hofft auf eine Erlösung durch das Sterben, doch die trifft nicht ein. Durch Licht, Musik und die bizarren Auftritte der Nebenrollen, jeder Nebendarsteller soll im Wechsel jede Nebenrolle spielen, bekommt der Abend surrealistische Züge, die die Ambivalenz und Absurdität des Stückes noch deutlicher erscheinen lassen sollen.

Mit dieser Komödie „Der Meteor“ möchte sich das SeTA-Ensemble auf spielerische Weise mit dem Thema Würde und, in dem Zusammenhang, der Sterbehilfe, annähern.


Regie:  Marlin de Haan
Co-Regie/ Bewegungstraining: Oliver Möller
Ausstattung: Julia Rautenhaus

Inszenierung 2012




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 Fotos: Božica Babić

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